Der Mensch steht im Mittelpunkt der modernen Gebäudeautomation

Wir wissen unlängst, dass die Gebäudeautomation bereits heute unser Leben erleichtert. Sie steigert die Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz und kann die Produktivität der Mitarbeiter und Raumnutzer erhöhen. Die Nutz GmbH hat ein Produkt mit einer Dienstleistung erschaffen, in der der Mensch im Mittelpunkt steht.

Hinter all dem steckt die Motivation vieler einzelner Mitarbeiter der Nutz GmbH. Thomas Gisnapp ist seit einem Jahr ein Teil des Gebäudeautomationsteams.

Herr Gisnapp, Sie sind seit 12 Monaten Projektleiter und in Ihrer Abteilung für die Dokumentation zuständig. Sie selbst bezeichnen sich aber als echten Quereinsteiger. Wie kommt das?

Nach meiner berufsbegleitenden Weiterbildung zum Elektrotechniker fand ich mich in der Anlagenautomation in einem Unternehmen wieder, das Maschinen für die Pharmazie herstellt. Ich befasste mich mit der technischen Dokumentation der Anlagen und erarbeitete aus den kundenseitigen Lastenheften die Spezifikationen wie z.B. die Funktionsbeschreibung. Die von mir erstellten technische Dokumente waren auch Teil der Betriebsanleitungen.

Auf den ersten Blick mag die Anlagenautomation der Gebäudeautomation sehr ähnlich sein, sieht man jedoch genauer hin, erkennt man sofort, dass es sich hier um zwei sehr unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichen Systemen und unterschiedlichen Kundenbedürfnissen handelt. Somit zähle ich mich hier zu einem echten Quereinsteiger.

Was hat Sie dazu bewegt von der Anlagenautomation zur Gebäudeautomation zu wechseln?

Ich wollte den Schritt in die Gebäudeautomation wagen, da mich die Innovationskraft beeindruckte und der Mensch im Fokus steht. Nach meinem Gespräch mit Christian Gruber stellte ich zudem fest, dass ich hier die Möglichkeit bekomme, Teil etwas Großartigen zu werden. Meine Aufgabe ist nicht mehr nur die Dokumentation nach bereits definierten Standards zu erstellen, sondern die Standards neu festzusetzen und sie auf ein höheres Level zu heben.

Wie sieht Ihre Motivation aus und welches Ziel haben Sie für die Gebäudeautomation im Auge?

Diese Frage ist leicht zu beantworten! Für mich hat die Benutzerfreundlichkeit oberste Priorität, somit ist Sie sogleich Motivation als auch Ziel.

In einem Gebäude, in dem viele verschiedene Gewerke und folglich unterschiedliche Systeme aufeinandertreffen, gibt es eine Vielzahl von Daten, Parametern und teilweise eigenen Benutzeroberflächen. Hinzukommen die unterschiedlichen Akteure innerhalb eines Gebäudes.

Den Raumnutzer interessiert beispielsweise nur die Steuerung des Rollos, die Raumtemperatur und das Licht. Das Facility Management hingegen benötigt ganz andere Parameter und Daten wie den aktuellen Energiebedarf des Gebäudes. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen in den Vordergrund zu stellen und eine Visualisierung zu entwickeln die dem gerecht wird. Auf diesem Weg ist uns ebenso wichtig, für den User eine Funktionsbeschreibung zu erstellen die den gesamten Bereich der Einzelraumregelung beschreibt sowie eine leicht verständliche Anlagenbeschreibung für das Facility Management bzw. den Bauherren. Damit wollen wir erreichen das die jeweiligen Bedürfnisse genau auf die Benutzergruppen abgestimmt sind.  Sie sollen nur die Informationen bekommen, die sie auch wirklich brauchen und dabei ist erfahrungsgemäß oft weniger mehr.

Das ist für mich Benutzerfreundlichkeit und das ist enVision Buildings!

 

Wie Ihre Kollegen sind auch Sie bei der Realisierung des M8 work and create im Münchener Ostern involviert. Können Sie uns zum Schluss noch verraten, wie weit das Projekt schon fortgeschritten ist?

Der erste Mieter ist bereits eingezogen und die Mitarbeiter haben eine Schulung für die Bedienoberfläche erhalten, auf der sie ihre ganz persönliche Wohlfühlatmosphäre einstellen können. Bei den restlichen Mietflächen sind wir in den letzten Zügen, manches muss noch fertig programmiert werden und hier und da ein letztes Mal auf die individuellen Kundenwünsche angepasst werden.

Wir sind unglaublich stolz, dass nun eines der intelligentesten Gebäude Deutschlands – fast – fertig ist und wir zum Klimaschutz ein klein wenig beitragen können.